Produktion


Was die allerwenigsten wissen - LKW-Reifen werden in der Regel 1 -2 x und für abseits der Straße bis zu 3 x runderneuert - und das mit Erfolg.

Zugegeben: Die Anforderungen speziell im Hochgeschwindigkeitsbereich sind nicht so hoch, dafür aber müssen LKW-Reifen extrem lange Strecken aushalten, sie müssen hohe Lasten tragen, werden oft abseits der Straße eingesetzt und im Fernverkehr den widrigsten Witterungs- und Straßenbedingungen ausgesetzt. Und trotzdem - bei fachgerechten Runderneuerungen leistet allein eine Karkasse bis zu 500.000 km.

In der Herstellung haben sich grundsätzlich zwei Verfahren durchgesetzt, die unter der Bezeichnung „Heiß- und Kalterneuerung"; bekannt sind. Die Verfahren unterscheiden sich dadurch, dass bei der „Heißrunderneuerung“ auf die abgerauhte Karkasse, unvulkanisiertes Laufflächenmaterial (Rohgummi) samt dem Seitenstreifen in einem Guss aufgebracht wird. Dieser Vorgang ist heute mit hoch entwickelten Maschinenkombinationen von Extrudern, Materialspeichern, Zubringern und Belegmaschinen voll automatisiert. Die vorher festgelegte Profilierung des Reifens erfolgte in der gewählten Heizform - bei diesem Prozess erfolgt auch die komplette Materialbindung. Im Regelfall ist die Temperatur im Innenbereich zur Schonung der Karkasse mit 125 °C niedriger. Die Vulkanisation der Rohlaufmischung ist höher und beträgt ca.160 °C.



Dagegen wird bei der Kalterneuerung in der Regel die Reifenlauffläche durch einen vorbereiteten, vulkanisierten Laufstreifen erneuert. Die Vorbehandlung eines solchen Reifens erfolgt z.B. durch eine konturgerechte Rauhung nach Schablone - erst dann wird der fertig vulkanisierte und profilierte Laufstreifen einschließlich Bindeplatte aufgelegt.

Der Bindeprozess vollzieht sich in einem Autoklaven bei einer Temperatur von 100 - 120 °C.

Mittels Shearografie können verborgene Defekte oder Separationen zu fast 100% ausgeschlossen werden. Das versetzt die Erneuerer in die Lage, LKW-Reifen bis zu zweimal zu erneuern - in einzelnen Fällen auch bis zu dreimal. Je nach Erneuerungsverfahren und der Anzahl der Erneuerungen entscheidet sich der weitere Einsatz.

Speziell beim LKW-Reifen spielt die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Häufig stellt ein Unternehmen seine Altreifen für eine Erneuerung zur Verfügung. Damit kennt das Unternehmen die Qualität des Unterbaus und spart natürlich zusätzlich Geld bei der Karkassenbeschaffung.

Ein abgefahrener LKW-Reifen ist erst zu 15% verbraucht. Das heißt bei einem nur einmaligen Einsatz des Reifens werden 85% der Leistung verschenkt.

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