Dagegen wird bei der Kalterneuerung in der Regel die Reifenlauffläche durch einen vorbereiteten, vulkanisierten Laufstreifen erneuert. Die Vorbehandlung eines solchen Reifens erfolgt z.B. durch eine konturgerechte Rauhung nach Schablone - erst dann wird der fertig vulkanisierte und profilierte Laufstreifen einschließlich Bindeplatte aufgelegt.
Der Bindeprozess vollzieht sich in einem Autoklaven bei einer Temperatur von 100 - 120 °C.
Mittels Shearografie können verborgene Defekte oder Separationen zu fast 100% ausgeschlossen werden. Das versetzt die Erneuerer in die Lage, LKW-Reifen bis zu zweimal zu erneuern - in einzelnen Fällen auch bis zu dreimal. Je nach Erneuerungsverfahren und der Anzahl der Erneuerungen entscheidet sich der weitere Einsatz.
Speziell beim LKW-Reifen spielt die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Häufig stellt ein Unternehmen seine Altreifen für eine Erneuerung zur Verfügung. Damit kennt das Unternehmen die Qualität des Unterbaus und spart natürlich zusätzlich Geld bei der Karkassenbeschaffung.
Ein abgefahrener LKW-Reifen ist erst zu 15% verbraucht. Das heißt bei einem nur einmaligen Einsatz des Reifens werden 85% der Leistung verschenkt. |